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Recensions below |
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| Hallo Michael! Die VÖ von "Headscan" hat sich ja leider ein wenig hingezogen. Wie fühlt man sich, jetzt wo doch noch alles geklappt hat und das erste Album veröffentlicht ist? Die letzten Wochen vor der Veröffentlichung waren sehr Kräfte zehrend für mich und ich bin froh, dass dieser Abschnitt meines Lebens erfolgreich abgeschlossen worden ist und glücklich darüber, dass letztendlich doch alles so verlief, wie ich es mir erhofft habe. Die Tatsache, dass die Musik, welche ursprünglich für mein eigenes Wohnzimmer konzipiert worden ist, nun meine vier Wände verlässt um einem größeren Publikum zugänglich gemacht zu werden, verleiht mir ein gutes Gefühl und ein wenig Stolz. Seit letztem Jahr hast du in NoiTekk eine Bandheimat gefunden. War es schwierig als Newcomer ein kompetentes Label zu finden? Dass es schwer war, kann ich nicht unbedingt sagen. Ich habe diesen Vertrag bekommen, ohne dafür ein Demo-Tape zu versenden. Ich lernte Marco von NoiTekk bei einem Konzert von Grendel, welche sich ebenfalls auf diesem Label befinden, kennen. Ich hatte eine Hioctan-CD dabei, welche ich ihm gab. Drei Wochen später bekam ich positive Antwort von ihm. Wie man hört, warst du 4 Monate lang in Indien. Werden die gemachten Erfahrungen in der dritten Welt Einfluss auf dein musikalisches Schaffen haben? Ändert der andere Blickwinkel des Hinduismus die eigenen Weltanschauungen? Meine Weltanschauung hat sich durch meinen kurzen Besuch in Indien nicht verändert. Ich habe zwar viel Armut und Elend gesehen und es fällt schwer, nichts dagegen machen zu können, habe aber trotzdem erfahren, wie glücklich ein Mensch mit dem wenigen ihm gegebenen, sein kann. Es gibt kein Streben nach Gütern, welche nicht über die Versorgung der menschlichen Grundbedürfnisse hinausgehen, wie es in unseren Regionen zu beobachten ist. Auf diesem Sektor ist Deutschland das Entwicklungsland. Wenn jeder ein wenig mehr mit dem zufrieden wäre, was ihm gegeben ist, würde das sicherlich zu einem friedlicheren Zusammenleben beitragen. Wenn man den Text zu "Bad Religion" betrachtet, hältst du verständlicherweise nicht viel von der Umsetzung der Religionen in der jetzigen Form? In Anbetracht des Textes, sollte es nicht "Bad Church" heißen? Nein, ich habe weder etwas gegen die Kirche noch die Religion, die in ihr beheimatet ist. Im Gegenteil, ich finde es gut, wenn Menschen etwas haben, an das sie glauben können und was ihnen Kraft gibt, um den Alltag zu bestehen. Aber diese Kraft ist nicht ausschließlich nur im Glauben zu finden. Ich finde sie in der Musik. Vielmehr richtet sich der Song gegen die Art von Leuten, die aus der Überzeugung ihres Glaubens heraus nicht davor zurückschrecken, Gewalttaten gegenüber denen auszuüben, welche nicht dem eigenen Glaubensbild entsprechen. Diese Art des Glaubens, welche die Anhänger dazu veranlasst so zu handeln, verachte ich zutiefst. Beim Betrachten der Historie fällt auf, dass "Hioctan" aus mehreren Leuten bestand, aber aufgrund von musikalischen Differenzen nun doch dein Einmann-Projekt ist. Bist du lieber Herr deiner selbst, was Musik angeht oder bist du jederzeit offen für andere Künstler sich an deiner Musik zu beteiligen? Bei der Art von Musik, wie ich sie mache, ist ein Mann völlig ausreichend. Man hat eine bessere Kontrolle darüber, seine Ziele zu verwirklichen. Diese Einstellung, kann aber auch darauf zurückzuführen sein, dass ich bisher nur mit Leuten zusammen gearbeitet habe, welche nicht bereit waren, soviel Energie und Engagement in das gemeinsame Projekt mit einfließen zu lassen, wie ich. Auch in der Zukunft wird Hioctan ein Ein-Mann-Projekt bleiben. Lediglich bei Live-Auftritten hole ich mir Unterstützung. Neben der gesellschaftlichen Stimmung unserer Zeit suchst du Inspiration bei Bands wie Suicide Commando und Leather Strip, welche maßgeblich an der Entwicklung von EBM beteiligt waren. Was schätzt du an deren Arbeit so sehr? Die Umsetzung von Energie in Musik und die Musikerzeugung unabhängig von angesagten Stilen. Deine Musik lässt sich als Mischung zwischen klassischem, energiegeladenem EBM mit modernen Elementen beschreiben und trifft somit den Nerv der Zeit. Gibt es schon Songs von "Headscan", die sich in den Clubs etabliert haben? Wie ist das Feedback der Clubs und DJs ausgefallen? Zu beurteilen, ob es einen etablierten Song gibt, liegt nicht in meiner Macht. Ich kann aber sagen, dass die Titel der Platte in der ganzen Republik und darüber hinaus in etablierten Clubs gespielt werden. Du gehörst ja zu den wenigen Deutschen, die diesen an sich in Belgien / Holland ansässigen harten, aggressiven Musikstil nun auch in Deutschland heimisch machen. Ist es erstaunlich, dass trotz der großen Erfolge dieser, außer "Hioctan", im Moment nichts vergleichbares hier gibt? Aha. Schön wenn du das so siehst. Ich bin der Meinung, dass gerade in den letzten Tagen auch Deutschland wieder gute elektronische Musik hervorbringt. Das liegt wohl daran, dass viele Leute gemerkt haben, dass nicht eine hohe Massenbefriedigung, sondern die Qualität der Musik im Vordergrund stehen sollte. Orientierst du dich bei deinen Produktionen an dem, was die Szene hören will oder setzt du grundsätzlich Deine eigenen Ideen und Vorstellungen um? Am wichtigsten ist es mir, Musik zu erschaffen, mit der ich 100prozentig zufrieden sein kann. Dabei ist es mir egal welcher Musikstil gerade angesagt ist, den "Zeitgeist" trifft oder die größte Hörerschaft anspricht. In erster Linie mache ich Musik für mich, weil ich Spaß daran habe. Wenn sie zudem noch anderen gefällt, freut es mich umso mehr. Kann man in der Praxis eine 100 prozentige Zufriedenheit mit seiner Musik erreichen? Tatsächlich, ist es schwer möglich, eine 100prozentige Zufriedenheit zu erreichen, da , nachdem einige Zeit verstrichen ist und ich mir einen bereits abgeschlossenen Song anhöre, sich für mich immer noch Möglichkeiten auftun, die Songqualität in Bezug auf die Arrangements sowie den Klang der verwendeten Instrumente zu inkrementieren. Dieses Spiel ließe sich akribisch bis ins Unendliche treiben. Insofern, kann man lediglich eine, dennoch stark asymptotische, Annäherung an die sich selbst gestellte Anforderung erreichen. Futurepop, welcher ja auch irgendwie ein anderer Ast ist, EBM weiterzuentwickeln, scheinst du ja zu verabscheuen. Fehlt dir die negative Grundtendenz oder ist es der Weg Richtung Gesellschaftskonformität, der dich daran stört? Ich halte Futurepop, wenn er denn überhaupt ein Ast des EBM's ist, eher für eine Degeneration als eine Weiterentwicklung. Na gut, Weiterentwicklung in dem Sinne, dass man der breiten Hörerschaft das bietet, was sie anscheinend zu hören verlangt :), aber im musikalischen Sinne halte ich es für einen Rückschritt. Ich verstehe die Frage nach der fehlenden negativen Grundtendenz nicht. Ich mache keine Musik oder höre sie, weil ich dadurch eine negative Stimmung verbreiten oder bekommen will. Das ist es nicht, was mir am FuturePop nicht gefällt, sondern eher, die aus meiner Sicht zu einfach angelegten Arrangements. Wenn es trotzdem Leute gibt, denen so etwas gefällt, dann freut es mich. Mit "Someone Somewhere" von "The Klinik" coverst du ein Lied der alten EBM-Schule. Gehörte es zu deinen Lieblings-Songs? Ist es schön, die Möglichkeit zu haben, Stücke die einen geprägt haben, selbst zu interpretieren? Ja, er gehört mittlerweile zu einen meiner Lieblingssongs, aber wenn ich ehrlich sein soll, gehört "The Klinik" nicht zu den Bands, die mich geprägt haben, denn dafür bin ich wahrscheinlich zu jung, wenn man betrachtet, dass es diese Band schon seit über zehn Jahren nicht mehr gibt. Ich habe sie erst kürzlich für mich entdecken können und war ganz besonders vom Song "Someone Somewhere" angetan. Nach einem Gig mit Dive hast du dich wohl recht gut mit Dirk Ivens verstanden und so kam es zu oben genanntem Remix. Wächst man an solchen Aufgaben? Werdet ihr weitere gemeinsame musikalische Pläne verfolgen? Das war vorerst eine einmalige Sache. Ich bin gegenüber einer späteren Zusammenarbeit aber nicht abgeneigt. Du hast dein Album "Headscan" genannt, dein Artwork wirkt auch wie eine Computertomographie. Ist es der Einblick in deinen Kopf mit deiner Welt- und Wertevorstellung? Es handelt sich beim Artwork um die Versinnbildlichung des Begriffs Headscan, welches die Gedankenmanipulation und der Einsatz des unfreiwilligen, meist unwissenden, Menschen, als Willenswerkzeug einer anderen Macht ist. Deine Lyrics prangern von gesellschaftlichen Missständen, globalen Problemen bis hin zu moralischen Werten alles an und spiegeln das Gefühl eines Großteiles der Jugend wieder. Bist du der Betrachter, der den Leuten vorhält in was für einer Welt sie leben oder hast du diese gesellschaftlichen Zustände selbst erlebt? Nein, ich will niemandem etwas vorhalten. In meinen Texten bearbeite ich Eindrücke und Erlebnisse meist als dritte Person, welche das Geschehnis von außen betrachtet. Die Themen, die du aufgreifst sind durchaus typisch für deine musikalische Ausrichtung. Ist Aussage und Musik für dich nur als Einheit gut? Ist dein aggressiver musikalischer Stil unausweichlich, wenn man sich mit diesen Themen auseinander setzt? Ich verarbeite Themen in meinen Liedern, die mich bewegen, aber von Außenstehenden nicht überbewertet werden sollten und bin der Meinung, dass Musik auch ohne Welt verändernde Aussage interessant ist. Ich versuche mein Gefühl und meine Stimmung bezüglich eines Themas einzufangen und musikalisch auszudrücken. Es fällt mir leichter, dies durch Musik als durch Worte auszudrücken. Mir geht es darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verwendeten Instrumenten zu finden und der Gesang darf hierbei als ein weiteres Instrument zur Untermalung der Stimmung angesehen werden. Somit wirken sich die von mir in den Liedern verarbeiteten Themen auch unweigerlich auf die Musik aus. Was hast du für Pläne mit Hioctan? Wie denkst du dir deinen weiteren musikalischen Werdegang? Stilistisch weiterhin als Zwischenglied von EBM und modernem Industrial-Elektro? Als ein Glied von irgendwas will ich mich überhaupt nicht sehen, noch einer Erwartungshaltung gerecht werden. Mein Plan ist es, wie schon immer, nach meinen Sinn gute Musik zu machen, um damit vielleicht sogar eine Zustimmung vom Hörer zu bekommen. Du hattest ja schon des Öfteren die Gelegenheit Live aufzutreten und mit Sicherheit die Menge zum Kochen gebracht. Was für Auftritte sind denn künftig geplant? Können wir dich auch mal im Süden von Deutschland erwarten? Die Planung für eine Tour Anfang des nächsten Jahres laufen bereits. Genaueres kann ich noch nicht sagen. Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview und viel Erfolg mit deinem Debutalbum! |
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| Das neue Album "Headscan" wurde, grad veröffentlicht, mit durchweg guten Kritiken belohnt. Kam das für Dich überraschend, und was bedeutet dieser Erfolg für Dich? Natürlich habe ich gehofft, gute Kritiken zu bekommen, wie es dann auch tatsächlich eingetreten ist. Aber eine Garantie dafür gab es für mich nicht. Es ist nicht so, dass ich es darauf angelegt habe, irgendeiner Erwartungshaltung zu entsprechen, um dadurch vielleicht Zusprüche zu bekommen. In erster Linie mache ich Musik für mich, weil ich Spaß daran habe. Wenn sie überdies hinaus noch anderen gefällt, ist es umso erfreulicher. Was bedeutet mir der Erfolg? Er gibt mir genug Bestätigung, um mit dem weiter zu machen, womit ich angefangen habe. Ein wenig Bandhistorie: Schon 1996 hast Du gemeinsam mit Anja Eichner die Band "Syncrose" ins Leben gerufen. Wenn ich das richtig gelesen haben, parallel dazu 1999 mit Robert Heidrich die Gründung von "Hioctan". Ihr habt kurz darauf die erste CD fertiggestellt "Der Weg zum Glück". Wenn Du das heute betrachtest, was geht Dir da durch den Kopf? Welche Ziele hattest Du/Ihr damals? Es ist vielmehr so, dass aus dem Projekt Syncrose unter Einbeziehung von Robert Hioctan daraus wurde. Wir hatten damals die gleichen Ziele, wie ich sie auch heute noch habe. Mit vollster Hingabe Musik zu machen, die 100prozentig der eigenen Vorstellung und dem Verständnis von guter Musik, welche sich nicht an aktuellen Trends anlehnt, entspricht und die Präsentation derer vor Publikum. 2001 die Trennung von Anja Eichner, 2003 von Robert Heidrich. Da liegt zum einen die Frage auf der Hand, wie nah sich die Projekte "Syncrose" und "Hioctan" standen und auch musikalisch beeinflusst haben, zum anderen haben Trennungen immer einen bittersüßen Beigeschmack. Setzt Du den musikalisch um? Inwieweit beeinflusst das "Hioctan"? Wie schon bereits erwähnt, die beiden Projekte standen sich so nahe, dass sie ineinander übergingen und das Resultat dessen Hioctan war. Nein, solche Trennungen musikalisch aufzuarbeiten, habe ich kein Bedürfnis und auch keinen Grund. Es war einfach so, dass sich die Zielsetzungen für das gemeinsame Projekt und ganz besonders auch die Hingabe dafür im Laufe der Jahre bei meinen Mitstreitern geändert hatten und ich keinen Weg mehr sah, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Wir haben uns als Freunde getrennt und ich verfolge die Projekte von beiden. Als "Ein-Mann-Projekt" hat man vermutlich viele Freiheiten, was Zeiteinteilung und Soundtüfteleien angeht. Aber wer kritisiert die Arbeit? Oder bist Du eher "Einzelkämpfer" und Perfektionist? Ich kritisiere meine Arbeit. Stärker als ich selbst wäre wohl niemand sonst in der Lage, sie zu kritisieren. Ich bin während der Suche nach der höchstmöglichen Perfektion eines Stückes häufig recht unzufrieden mit mir und meiner Arbeit. Während der Entstehungsphase eines Songs verwerfe ich immer wieder Rhythmen und Bassläufe, an denen ich stundenlang gearbeitet habe, wenn ich merke, dass er dadurch vom Weg abweicht oder zu komplex wird und die Verständlichkeit darunter zu leiden hat. Gibt es einen "magischen Moment" wenn Du arbeitest, und Du plötzlich merkst "besser wird der Song nicht"? Auf der Suche nach diesem Moment bin ich bei jedem Song und ich muss sagen, dass ich ihn noch nicht gefunden habe. Meistens ist es eher so, dass ich denke "da ist noch mehr rauszuholen". Dieses Gefühl ruft das ständige Verlangen in mir hervor, den Song mit neuen Arrangements zu versehen oder die vorhandenen Arrangements zu überarbeiten. Der Prozess, in dem ein Song zum Abschluss kommt, kann mehrere Wochen dauern. Es ist meist sehr schwer eine 100prozentige Zufriedenheit zu erreichen. Mein höchstes Bestreben ist es, mich diesem Punkt so stark wie möglich anzunähern. Hat "Hioctan" eine bestimmte Message? Wenn ja, welche? Eine spezifische Botschaft, welche die Leute dazu bewegen soll, bessere Menschen zu werden oder eine andere Veränderung hervorzurufen, hat Hioctan nicht. Und immer wieder die Frage nach der Schublade. Also, wenn Du in den Plattenladen gehst, wo möchtest Du die ?Headscan? eingeordnet finden? In der Schublade H zwischen Helmet, Herbert Grönemeyer und Hocico. :-) Siehst Du Dich in einer musikalischen Tradition? Gibt es "Vorbilder" oder Einflüsse, die Dich stark geprägt haben und Dein Schaffen begleiten? Ich versuche, durch meine Musik eine Tradition aufrechtzuerhalten, die, wie es mir scheint, aufgrund von Massenkompatibilität, immer stärker aus der Musiklandschaft verdrängt wird. Dem wenigstens teilweise entgegenzuwirken, habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Musikalische Vorbilder habe ich keine. Als Inspirationsquelle kann ich aber Leatherstrip und Suicide Commando nennen, welche sicherlich nicht unbeteiligt bei der Findung meines Stils waren. Wie geht es jetzt weiter? Tourplanungen, neues Album? Mit einem neuen Album ist demnächst noch nicht zu rechnen, da ich erst kürzlich aus einem 4 Monate dauernden Indienaufenthalt, in dem ich mein Praktikum abgeleistet habe, zurückgekehrt bin. Während dieser Zeit bin ich natürlich nicht dazu gekommen neue Songs fertig zu stellen, womit ich aber demnächst wieder beginnen werde. Eine Tour ist in Planung, kann aber erst Anfang nächsten Jahres in die Tat umgesetzt werden. Herzlichen Dank für das Interview! ..und damit hast Du das letzte Wort: Tötet EBM nicht. |
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| Von 1999 bis Anfang 2003 war Hioctan noch ein Duo. Wie kam es zu dem Bruch und inwieweit hat sich nun die Arbeitsweise im Studio geändert? Ich sah mich gezwungen, Hioctan alleine zu betreiben, da Robert seine Interessen auf andere Gebiete verlagert hatte und keine Bemühungen mehr zeigte, sich in irgendeiner Form in unser gemeinsames Projekt einzubringen. Verändert hat sich meine Arbeitsweise dadurch nicht, da alles was Hioctan repräsentierte, und auch heute noch repräsentiert, schon immer durch mich geprägt wurde. In den vergangenen Jahren habe ich vieles ausprobiert, um meinen Stil zu finden. So haben in den Anfangstagen von Hioctan ständig die Mitglieder gewechselt. Heute bin ich der Überzeugung, dass es bei der Musik, wie ich sie mache, am besten ist, alleine tätig zu sein, da man so eine bessere Kontrolle über seine eigenen sich gesetzten Ziele hat. Manche Bands möchten mit Ihrer Musik Erfolg haben oder Missstände aufzeigen was war für Dich der Beweggrund im Musikbiz aktiv zu werden? Der Wunsch, meine eigene Musik zu machen und ein eigenes Projekt zu gründen, resultiert daraus, dass die damalige Musik mich nicht ausreichend zufrieden stellen konnte. Meine Intention ist es Musik zu machen, mit der ich 100% zufrieden sein kann. Der Erfolg, zumindest der finanzielle, steht ganz hinten in der Liste meiner angestrebten Ziele. Ich mache Musik, welche meinem Verständnis und meiner Vorstellung von guter Musik entspricht, ohne mich dabei an derzeit angesagten Stilrichtungen anlehnen zu müssen. In erster Linie mache ich die Musik für mich, weil es mir Spaß macht. Wenn es zudem noch anderen gefällt, ist es umso erfreulicher. Natürlich werden in meinen Liedern auch Themen angesprochen, welche mich bewegen und beschäftigen. Der Stil von Hioctan ist nicht unbedingt neu, aber trotzdem kein Plagiat. Wie würdest Du Deine Musik beschreiben? Ich will offen zugeben, dass Bands wie Leatherstrip und Suicide Commando nicht unbeteiligt bei der Ausprägung meines Stils waren. Hioctan ist die Transformation von Energie in Musik. Die Drums sind in ihren Arrangements sehr anachronistisch angelegt und unterscheiden sich stark von den heutigen, vom Future-Pop beeinflussten EBM/Elektro-Veröffentlichungen. Am wichtigsten ist die Kollaboration zwischen der Basslauf/Drum-Einheit und dem Gesang, welcher in ersteres nahtlos einfließt. Er ist stark verzehrt und vermag die Leidensgeschichten der besungenen Protagonisten oder Missstände nur ansatzweise zu untermalen. Zusätzlich wird ein dichtes Konstrukt von Flächen verwendet, welches eine bedrückende Atmosphäre erzeugt. Auf der CD befindet sich mit "Someone Somewhere" auch ein The Klinik Cover. Wie kam es dazu diesen Track umzusetzen? Ich hegte schon lange den Gedanken, diesen Song neu zu interpretieren. Als ich im letzten Jahr Dirk Ivens auf dem 'Electro Fest' traf, auf dem wir beide spielten, und ihm von meinem Vorhaben erzählte, hatte er gegen selbiges nichts einzuwenden. Also setzte ich es in die Tat um. Was könnte für Besucher Deiner Konzerte der Grund sein, das Konzert zu besuchen, natürlich abgesehen von der Musik? Arbeitest Du mit Livemusikern und Präsentationen oder bist du eher der Laptop-Typ? Bei einem Hioctan Konzert gibt es ungeschminkte Musik zu hören, welche ganz ohne künstliche Hilfsmittel auskommt. Bei Live Auftritten habe ich noch einen Drummer und/oder Keyborder an meiner Seite. Es wird nur den Musiker und seine Musik zu sehen geben. Also nichts was von dem wichtigsten, der Musik, abzulenken versucht. Das Ziel hierbei ist es, die auf der Bühne umgesetzte Energie auf das Publikum zu übertragen. Zum Abschluss noch folgendes: Vor einiger Zeit gab es die Aktion 'Copy kills music', jetzt die 'Wie lange brennt Musik?'. Wie stehst du zu dem Thema? Natürlich finde ich es nicht gut, dass es Leute gibt die fremdes Gedankengut, was die Musik zweifelsohne ist, stehlen. Ich glaube aber nicht, dass so etwas durch erhobene Gesetze oder Mechanismen auf der CD behoben werden kann. Zumindest ist es meines Erachtens nicht der richtige Weg. Vielmehr muss ein Umdenken in den Köpfen der Leute geschehen, sodass Gedankengut den gleichen Respekt und die Wertschätzung bekommt, wie materielle Objekte. Hoffen wir, dass gerade den Newcomer nicht der Weg durch solche Aktionen zu sehr verbaut wird. Herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen und viel Erfolg mit der CD "Headscan". M. Weyers |
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| - Hochoktanige Musik, entgegen dem Trend zum Einheitsbrei hat sich Hioctan auf die Fahnen geschrieben. Blacklight nahm den Künstler in ein kleines Kreuzverhör. Hallo Michael! Zuerstmal frage ich Dich ganz klassisch nach dem Bandnamen, "Hioctan" klingt ja schon ein bischen ungewöhnlich. Wo kommt er her, wie kamst Du darauf bzw. wer kam darauf? Den Namen Hioctan entwickelten Robert Heidrich und ich zur Zeit unserer Bandgruendung, im Jahr 1999, gemeinsam. Das Ziel war es, einen Namen zu finden, welcher nicht nur einpraegsam ist, sondern auch einen harschen Musikstil verkoerpert. Hioctan (High Octan) steht fuer eine hohe Klopffestigkeit, welche sich auch, in gewisser Weise auf die Musik uebertragen laesst. Wie war das mit der "Bandgeschichte"?. Also: Was, wann, wer, wie, wo etc. pp? Hast Du vor Hioctan schon anderweitig musikalische Erfahrungen gesammelt? Seit dem Jahr 1994 sammelte ich Erfahrungen im grundlegenden Aufbau von Toenen und deren Arrangement in einigen Musikprojekten. Wie schon bereits erwaehnt, gruendete ich die Band Hioctan mit Robert - wie ich Rostocker - im Jahr 1999. Seit dieser Zeit habe ich viel experimentiert, um meinen jetzigen Stil, welcher zu damaliger Zeit noch nicht ganz gefestigt war, zu finden. In den Anfangstagen kam auch Frauengesang zum Einsatz, welchen wir aber aufgrund zu starker Abweichung von unserer Vorstellung einstellen mussten. Seit kurzem ist Hioctan ein Ein-Mann-Projekt, da Robert sich waehrend der Zeit der Headscan-Plattenveroeffentlichung aufgrund zu stark differierender Zielsetzung aus dem Projekt verabschiedete. Bei Live Auftritten kann/möchte ich allerdings nicht auf Gastmusiker verzichten. Wie beurteilst du die deutsche EBM-/Electro "Szene" im Moment bzw. die "Schwarze Szene", wenn es so etwas Deiner Meinung nach noch gibt? Es ist immer haeufiger zu beobachten, wie, aus meinen Augen, unausgereifte Musik, auf dem Markt veroeffentlicht wird und sogar Erfolg hat, was ich nicht verstehen kann. Ich finde, dass die EBM/Elektro Szene während der letzten 5 Jahre in ihrer Entwicklung degeneriert ist, was sich durch stampfende Bassdrums im 4/4 Takt und einem emotionslos vorgetragenen Gesang auffaellig bemerkbar macht. Es scheint fast so, als wuerde der grosse Teil der Hoererschaft mehr Wert darauf legen, ein simpel gestricktes Muster hoeren zu wollen. Ich finde es traurig, dass diese Art von Musik immer mehr das verdraengt, was EBM/Elektro noch vor einigen Jahren war. Dem wenigstens teilweise entgegenzuwirken habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Wie sieht die Zukunftsplanung aus? Nächstes Album? Touren? Groupies sammeln? In den letzten 4 Monaten bin ich leider nicht dazu gekommen, neue Songs zu produzieren, da ich zur Zeit ein Praktikum in Indien absolviere und deswegen in meiner Wirkleistung ein wenig eingeschraenkt bin. Dies wird sich in den kommenden Tagen aendern, da mein Praktikum nun abgeschlossen ist. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, endlich wieder an neuen Arrangements zu arbeiten. Hioctan wird in der Zukunft verstaerkt Live-Auftritte absolvieren. Die schwierige Frage: Wenn Du einen Song von "Headscan" zum persönlichen Favoriten küren müsstest, welcher wäre das und warum? Hioctan: Eigentlich tue ich mich schwer damit, eines meiner Lieder als den Hoehepunkt meines bisherigen Schaffens zu nennen. Doch wenn ein Lied dieses Praedikat verdient hat, dann ist es Euthanasia, in welches ich noch mehr Energie und Herzblut investiert habe als ich überhaupt im Stande war zu geben. Der Song ist der Entschlossenste und Ausdrucksstaerkste auf der Platte. Bist Du in Sachen Songwriting eher das Arbeitstier, das 100 Stücke schreibt und dann die besten auswählt, oder ein Perfektionist, der so lange an 10 Tracks rumschraubt bis ein 100-prozentiges Album entstanden ist? Ich kann mich auf jeden Fall zu den Menschen der Kategorie 2 zaehlen. Ich bin jemand, der stundenlang an den einzelnen Sounds rumschraubt und die einzelnen Toene so lange in seinen Arrangements veraendert, bis er 100%ig zufrieden ist. Dieser Prozess kann sich ueber Wochen hinziehen und viele schlaflose Naechte bereiten. Steckt hinter Hioctan eine besondere Message? Wenn ja, welche? Nein, hinter Hioctan steht keine spezifische Message. Ich spreche in meinen Songs fuer mich wichtige Themen lediglich an, die jeder Hoerer fuer sich auslegen kann, wie er moechte. Es ist nicht so, dass ich durch meine Text die Welt veraendern will. Wie sehr siehst Du Dich von Deinen oft in Biographien erwähnten Idolen beeinflusst, namentlich Hocico, Suicide Commando, Leaetherstrip und so weiter? Ich respektiere und schaetze die Werke der von dir genannten Bands wirklich sehr, doch sie als meine Idole zu bezeichnen, waere nicht richtig. Schliesslich handelt es sich hier um Musik und nicht um Objekte. Die Musik dieser Bands entspricht meiner eigenen Vorstellung von guter Musik. Ich versuche nicht den Stil dieser Bands zu kopieren, sondern vielmehr ist es so, dass die Zielsetzung dieser Bands, sich mit ihrer eigenen Musik zu identifizieren und auszudruecken, sich auch mit der meinigen deckt. Da es diese Musik, mit welcher ich mich identifizieren kann, schon gibt, halte ich es nicht fuer sinnvoll, die Musik neu zu erfinden, nur um sich von der Masse abzuheben. Wünsche für die Zukunft und Famous Last Words? Was ich mir wuensche? Was sich jeder Musiker wuenscht: die Anerkennung als Musiker und seiner Werke. Niels Menke |
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| Wie der Tod selbst legt sich eine schwarz glänzende, klebrige Masse um das Gefieder zahlreicher, am Meer nistender Vögel. Mal wieder ist irgendwo ein Öltanker ausgelaufen. Es wird Tage dauern, bis man den Ölteppich teilweise abgepumpt und die Ufer provisorisch gereinigt hat. "Eine Katastrophe für die Umwelt", kommentiert die süße, sorgfältig gestylte Nachrichtensprecherin ernst und entrüstet, bevor sie ein geübtes lächeln aufsetzt und fortfährt: "Auf seiner Deutschlandtournee wird Robbie Williams mal wieder von kreischenden Fans belagert ..." Spätestens jetzt ist bei einem Großteil der Zuschauer der Ölteppich vergessen und die Welt wieder in Ordnung. Dieses Phänomen ist eines der sozialkritischen Themen, die Michael Senft aka Hioctan auf seinem Longplayer "Headscan" aufgreift. "Verharmlosende Darstellung bedeutet für mich die in keiner Relation zu den tatsächlichen Ausmaßen eines Unglücks stehende Berichterstattung", erklärt der Künstler, der sich zur Zeit des Interviews in Indien aufhält. "Vielmehr wird ein solches Unglück von den "Meinungsmachern" genutzt, um Sensationsnachrichten zu produzieren, sich selbst zu profilieren und somit die eigene Inkompetenz zu verbergen. Man kann daran nicht viel ändern, außer seine Wahrnehmung für solche Dinge zu verschärfen. Meine Konsequenz ist es, von den Medien vorgefertigte Meinungen nur anzunehmen, wenn mein Verstand mir selbiges sagt.? Der Name Hioctan ist von "High Octan" abgeleitet, welches der beim Zündvorgang stattfindende chemische Prozess ist. Eine hohe Oktanzahl ist ein Hinweis auf hohe Klopffestigkeit; je höher die Klopffestigkeit, desto früher kann gezündet werden. Für Hioctan ein sehr passender Name, da er in diesem Fall energiegeladenen EBM bezeichnet. "Die sozialen Missstände unserer Gesellschaft sind nicht zu übersehen. Trotzdem habe ich es mir nicht zur Aufgabe gemacht, mit den lediglich angesprochenen Themen die Welt zu verändern. Das Wichtigste bei Hioctan ist das harmonische Gefüge zwischen den einzelnen Instrumenten und der darin integrierten Gesangsspur." "Headscan" ist das erste offiziell veröffentlichte Album. Zuvor gab es, wie Michael sagt, "zwei unausgereifte Frühwerke", bei denen eine ständig variierende Anzahl von Mitgliedern und sogar weibliche Vocals beteiligt waren. Mittlerweile ist Hioctan ein Ein-Mann-Projekt, das nur bei Live-Auftritten nicht auf Gastmusiker verzichtet. Das Cover des The Klinik-Stücks "Someone Somewhere" ist das Bonbon der Platte. Als Herr Senft im Rahmen eines Festivals im letzten Jahr auf Mister Ivens von The Klinik traf, hatte der nichts gegen eine Cover-Version einzuwenden, so dass das Vorhaben mit dem Ziel, das Flair der späten Achtziger trotz der harten EBM-Beats und des energischen Gesangs beizubehalten, in die Tat umgesetzt werden konnte. "Es sind nicht brutale, sondern eher energische und ausdrucksstarke Songs, die ich produziere. Ich investiere viel Herzblut in meine Lieder und ich kann mir nicht vorstellen, mich anders auszudrücken oder mich mit etwas anderem zu identifizieren." Martina Stephany |
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Düster, böse, geil sind die Attribut, welche das Debütalbum der deutschen Electro-Formation Hioctan sich redlich verdient hat. Mastermind Michael Senft zelebriert auf "Headscan" feinste Electronic Body Music, die sich hinter Acts wie Suicide Commando oder Dive nicht zu verstecken braucht. Titel wie "Bad Religion" oder "WYSIWYG" werden bald in die einschlägigen Clubs Einzug halten. Vor diesem Hintergrund war ein Interview mit Chefdenker Michael Senft unerlässlich.
Wie kam es zur Gründung von Hioctan? Welche Ziele Verfolgst du mit der Band? Ich beschäftige mich seit dem Jahr '94 mit dem erzeugen elektronischer Musik. Bis zur Gründung Hioctans war ich in einem anderen Projekt tätig, welches mir ermöglichte, Erfahrungen in der Erzeugung elektronischer Klänge und deren Aufbau zu erlernen. Im Jahr '99 lernte ich Robert kennen, mit dem ich die Band Hioctan gründete. Er stand mir in den darauf kommenden Jahren hilfreich zur Seite, verabschiedete sich aber kürzlich Aufgrund zu stark differierender musikalischer Zielsetzung. Hioctan ist somit ein Ein-Mann-Projekt, welches aber, bei Live Auftritten, nicht auf Gastmusiker verzichten möchte. Ziel ist es hierbei, Musik zu erschaffen, welche meinen Vorstellungen von guter Musik entspricht, ohne sich dabei an aktuelle Stillrichtungen anlehnen zu müssen. Das Album ist ein echter Knaller. Wie viel Zeit hast du in die Produktion investiert und liegt "Headscan" ein Konzept zu Grunde? Die Produktion hat, möchte ich sagen, mit seinen fast drei Jahren ziemlich lange gedauert. Ich habe in dieser Zeit ca. 25 Songs erstellt, von denen jetzt die Ausdrucksstärksten auf dem von NoiTekk veröffentlichtem Album, enthalten sein werden. Die relativ hohe Produktionsdauer ist auf meine ständige Unzufriedenheit mit meinen Songs zurückzuführen. Schon ein Tag nach der Fertigstellung eines Songs fallen mir Dinge daran auf, die mir nicht gefallen und das unbedingte Verlangen in mir hervorrufen, die Arrangements zu verändern und zu erweitern. Mein Ziel ist es, eine 100%ige Zufriedenheit zu erreichen, welche aber in der Praxis nur schlecht umsetzbar ist. Somit muss ein Weg gefunden werden, welcher die Balance zwischen Aufwand und bestmöglicher Qualität ermöglicht. Das Album versprüht eine beklemmende, morbide Atmosphäre. Das erinnert mich an gut gemachte Horrorfilme wie "Dracula", "Tatoo" oder "The "Ring". Hast du einen Bezug zu solchen Filmen? Eigentlich besteht kein Bezug zu solchen Filmen. Die einzige Parallelität beider Objekte besteht in dem Verbreiten einer beklemmenden, morbiden Atmosphäre. Was möchtest du mit "Headscan" erreichen? Welche Reaktionen möchtest du bei den Hörern hervorrufen? Das wichtigste ist die Akzeptanz als Musiker, welche man am intensivsten bei Live-Auftritten zu spüren bekommt. Gibt es bestimmte Botschaften, die du mit Hioctan vermitteln willst? Die Texte in meinen Liedern finde ich schon wichtig. Trotzdem würde ich meine Texte nicht überbewerten wollen. Das wichtigste ist, dass das Gefüge zwischen ist, dass das Gefüge zwischen der Musik und dem Gesang harmoniert, dass es Hoch- und Tiefpunkt gibt und dass sich der Song ständig verändert. Soundmäßig erinnern mich einige Stücke wie "Bad Religion" und "WYSIWYG" an Suicide Commando. Ist die belgische Band eines deiner Vorbilder? Vorbild würde ich nicht sagen. Abstreiten möchte ich aber nicht, dass sich die Platten dieser Band, sowie auch von vielen anderen Bands dieser Stilrichtung, in meinem Besitz befinden, weil ich die Musik dieser Interpreten für gut halte. Ich würde eher sagen, dass sich die Vorstellung von Musik dieser Interpreten mit der meinigen nahezu decken. Somit erinnert meine Musik auch an Stücke von Suicide Commando. Ich will damit nicht sagen, dass ich die Musik anderer Interpreten kopiere. Vielmehr möchte ich, dass ich die Musik mache, die mir gefällt. Und warum sollte ich, nur um mich von Acts dieser Stilrichtung zu unterscheiden, die Musik neu erfinden. "Bad Religion". Was ist an Religion aus eurer Sicht falsch? An einer Religion, die ein Mensch für sich entdeckt hat und danach sein Leben ausrichtet, ist, wie ich finde, nichts Verwerfliches. Aber die Tatsache, dass einige sicher vereinzelte Vertreter meinen, ihren Unmut gegenüber Andersgläubigen mittels Gewalt zum Ausdruck bringen zu müssen, halte ich für falsch. Markus Fürgut |
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| Mit dem deutschen Duo Hioctan gesellt sich ein weiterer ambitionierter Act zu der stetig wachsenden Riege harscher Endzeit-Elektroniker. Die beiden Rostocker Michael Senft und Robert Heidrich machten sich bereits 1999 daran, Hioctan zu gründen und vorwärts zu bringen. Erster offizieller Ausdruck dieser Bemühungen ist das Album "Headscan". Und hinter diesem steckt - wie auch hinter dem Bandnahmen Hioctan - ein gewisser Sinn und Zweck. Erläuterungen dazu gibt es von Hioctan-Gründer Michael Senft. "Wir suchten damals einfach nur einen Namen, der gut klingt sowie kurz und prägnant ist, so dass er sich dem Auditorium leicht einprägt", erläutert Michael Senft den Prozess der Namensfindung. "Allerdings ist Hioctan (High Octan) auch ein Begriff aus der Technik und steht für Klopffestigkeit, was man im weitesten Sinne auch auf unsere Musik übertragen könnte. Der Albumtitel "Headscan" ist doppeldeutig: Zum einen drückt er die Manipulation der Gedanken und Gefühle aus, die heutzutage überall existiert, und zum anderen wollen wir unsere Musik in die Köpfe unserer Hörerschaft implantieren." Hohe Ziele hat man sich also bereits gesteckt, ob die realisierbar sind, wird sich an den Reaktionen auf das Album "Headscan" zeigen. Das richtige Umfeld für ihre Musik haben die beiden Rostocker jedenfalls mit ihrer Plattenfirma NoiTekk bereits gefunden, kann man sich doch vielleicht vom Sog der derzeit auf der Erfolgswelle schwimmenden Labelmates Grendel und Aslan Faction mitziehen lassen. Zwar landeten Hioctan aber zufällig bei NoiTekk, rückblickend betrachtet ist man auf Seiten aber froh, sich nun in einem derart illustren musikalischen Kreis zu befinden. "Wir kannten zum damaligen Zeitpunkt nur die Band nur die Band Grendel, die sich auf NoiTekk befand", erinnert sich Michael. "Bei einem ihrere Konzerte lernte ich dann auch den Labelchef kennen. Ich gab ihm eine Demo-CD und bekam etwa vier Wochen später ein Angebot von ihm unterbreitet. Es war für uns der erste Versuch, an die Öffentlichkeit zu treten. Im Nachhinein müssen wir uns sagen, dass uns nichts Besseres hätte passieren können, als bei NoiTekk einen Vertrag zu unterschreiben. Die Philosophie des Labels stimmt mit der unseren überein, und die anderen dort unter Vertrag stehenden Bands halten wir für die derzeit besten Acts der Electro-Szene." Wenn man den Fokus auf härteren Electro legt, ist diese Aussage sicher richtig, wenn auch arg ausschließlich. Denn es gibt ja durchaus noch einige andere Bands die in diesem Genre etwas zu Stande bringen. Mit Hioctan gibt es derer nun eine mehr, was zu Beginn ihrer Arbeit allerdings noch nicht ganz klar war; die definitive musikalische Ausrichtung entwickelte sich nämlich erst mit der Zeit. "Mit der Arbeit an 'Headscan' haben wir schon vor etwa zwei Jahren begonnen", resümiert Michael. "Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine konkreten Vorstellungen, wie sich das Ereignis anhören würde, was sich aber während der Arbeit an dem Gesamtwerk bald änderte. Es begann Formen und Strukturen anzunehmen. In der gesamten Zeit, in der wir an dem Album arbeiteten, schrieben wir etwa 25 Lieder, von denen die ausdrucksstärksten Songs nun veröffentlicht werden". Dass ausdrucksstark in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich gleichbedeutend mit hart sein muss, zeigt das Duo bei dem Track "Torture", der unter die Rubrik "verspielter Instrumental-Horror" fällt. Im musikalischen Kosmos von "Headscan" bildet dieser Track allerdings die Ausnahme. Warum das so ist, erklärt Michael Senft selbst: "Es ist richtig, dass 'Torture' sich von allen anderen Liedern auf 'Headscan' absetzt. Bei diesem Track ging es darum, erlittene Qualen rein musikalisch ganz ohne Gesang auszudrücken. Im Anfangsstadium des Liedes ist alles noch sehr melancholisch und erdrückend, welches dann dem Gefühl der Verzweiflung Platz macht, um dann zum Ende in Wut und Enttäuschung auszubrechen." Marc Urban |
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| Auf der Homepage von HIOCTAN steht leicht abwertend zu lesen, dass die meisten Kritiker das Projekt nur mit anderen etablierten Acts vergleichen würden. Hmmm, das mache ich doch auch gerne, wie umschiffe ich jetzt diese rhetorischen Klippen? O.k., werde einfach mal ganz unverdächtig mit der Bandgeschichte beginnen: HIOCTAN ist Michael Senft aus Rostock, wie so oft im EBM-Bereich also ein Individual-Projekt. Bis dato hat der Mann zwei selbstproduzierte Scheiben herausgebracht, "Der Weg zum Glück" und "The Beginning of Headscan", mit noch relativ vielen deutschsprachigen Titeln. Danach gab es einen ganzen Haufen an Samplerbeiträgen, bis sich mit NOITEKK ein Label für den Ostdeutschen fand. Und zu NOITEKK passt man auch ganz hervorragend, denn ebenso wie beim anderen neuen Release PSYCLON NINE wird harter EBM/ Elektro mit sehr aggressiver Stimme gereicht (ups, erster Vergleich...). 11 eigene Songs plus gelungene THE KLINIK-Coverversion ("Someone somewhere", von Dirk Ivens persönlich als gut abgenommen) zieren den Silberling. Im Gegensatz zu vielen aktuellen Veröffentlichungen legt man nicht zu viel Wert auf Eingängigkeit. Das soll nicht heißen, dass die Musik nicht tanzbar wäre, aber sie fällt eher etwas verschachtelt und düster aus, mit vielen Anklängen an die "alte Schule" des EBM. Stimmlich könnte Michael auch bei Industrialmetal-Kapellen einsteigen, was mir persönlich gut liegt. "Stark verzerrt" lautet hier die passende Beschreibung. Einzelne Tracks hervorzuheben fällt schwer, eben aufgrund der Komplexität, dafür operiert man insgesamt auf hohem Niveau (aber noch nicht "höchstem"). Und auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: Vergleiche mit SUICIDE COMMANDO oder auch VELVET ACID CHRIST sind nicht von der Hand zu weisen, Senft operiert ja nicht im luftleerem Raum. Ach ja, eine Sache ist mir noch aufgefallen, er scheint eine Vorliebe für asiatische Sounds zu haben, immer mal wieder sind kleine typisch anmutende Melodiefetzen zu vernehmen, ganz besonders bei "Alone". HIOCTAN bezieht sich auf den chemischen Prozess des Zündvorgangs, bei mir hat auch diese Scheibe (nach leichten Anlaufschwierigkeiten) gezündet. Vielleicht nicht hundertprozentig für die dunklen Tanztempel geeignet kann man Elektro aber durchaus auch zuhause hören, mit Genuss! TK |
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| Noitekk are fast aquiring a reputation as the home of hard and dark industrial and EBM and this debut from the new band Hioctan fits that bill nicely. Given their name this is appropriately explosive music which keeps alive the old EBM styles with typically harsh affected vocals and rhythms that forego any techno or trance influences with titles such as "Torture," "Euthanasia," "Bad Religion" and "Forceps Delivery" (a surprisingly bright number given the title!). This gives you an idea of Hioctan's lyrical concerns, dealing with the darker side of life (although "Mediagenic" makes many good points on media manipulation). This is offset somewhat by the ever-present melodic element that makes this a more rounded and less one-dimensional release, a bit like label mates Cyborg Attack but with far less overt aggression. This is a slightly more restrained affair although it lacks nothing in terms of power or effect, making this equally suited to home listening which, along with the evocative nature of tracks such as "Shine On Me" which could make a good horror film soundtrack, proves to be Hioctan's strong point. Another EBM staple is, of course, voice samples pilfered mainly from films and they're present and correct here, too, including Jack Nicholson and Tom Cruise from the film A Few Good Men on the title track (the famous "You can't handle the truth" line -- I'm sure they'd be chuffed about that if they ever found out!). If I were to have one complaint it's that, once established, this style is largely stuck to throughout with only a few minor details, such as the regimented military percussion of the cover of The Klinik's "Someone Somewhere" doing anything to make individual tracks stand out. This means it takes a few listens before they start to stick in your mind so a degree of patience is definitely required with this release although, due mainly to its position I suspect, the opening "WYSIWYG" makes a more immediate impact. It may well be that Hioctan will develop a Funker Vogt-style appeal, whereby none of their albums sound radically different from each other but always with that certain indefinable something that keeps the formula from becoming stale. carlj |
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| Michael Senft is the name of the man behind Hioctan and this is his debutalbum. The name Hioctan is related to a chemical process which happen during an ignition and Hioctan music is described just as explosive and inflammable. Michael Senft have earlier released two demos on his own and been on two compilations. When I heard Hioctan I instant thought of Suicide Commando. It's very alike, but unfortunately not as good. I visited Hioctan's homepage and of course the mentioned band is namned as a big influence. Still Hioctan don't get it quite right as Johan Van Roy (Suicide Commando) gets it. It feels a little bit weak and the lyrics are sometimes very bad. The album have some good moments, but also some bad onces. Allthough this is a debutalbum and you shall have hope for Hioctan in the future and hopefully will Michael Senft soon find his own way. Keep your eyes on Hioctan in the future. - Patrik Lindström |
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| Das entscheidenste Kriterium bei der Bewertung eines EBM-Albums ist doch eigentlich, ob die Musik tanzbar ist. Mag sein, dass der eine oder andere zu dieser Musik auch mal abchillt, bei "Headscan" ist der Chillfaktor allerdings nicht so sehr groß. Stattdessen geht es bei dem nach "Der Weg zum Glück" ersten offiziellen Album von Hioctan zur Sache, die womöglich auch für Black Metal taugliche Stimme von Michael Senft zerstört nämlich gnadenlos jede Andacht. Spontan kreuzen diverse blumige Beleidigungen und Bissige Bösartigen meine Gedanken... Abreagieren ist wohl im Club angesagt! Vor allem zu "Shine On Me", das auch schon auf dem "Störsequenz-Sampler" von Noitekk vertreten war, und "One Man". Mit "Someone Somewhere" hat sich Hioctan an ein Cover des The Klinik-Songs herangewagt - und dafür von The Klinik-Ex-Mitglied Dirk Ivens Respekt geerntet. Insgesamt paaren sich auf "Headscan" Old School-EBM-Einflüsse mit viel Rhythmus und wenig oder zumindest nicht sehr romantischen Melodien, was dem Gesamtwerk indes schlichtweg die persönliche Note gibt. (7,5) Martina Stephany |
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| Beginning with "WYSIWYG" (the slang of web design geeks for, "What You See Is What You Get"), this dozen-track collection reminds me of Psyclon_Nine (another Noitekk artist) performing recently in Portland, Oregon. Processed vocals rages out upon the audience with high energy like a cynobite possessed by Billy Idol screaming obscenities. "BAD RELIGION" weaves like a fizzing dry martini into my blood stream. "HEADSCAN" (title track) infuses a sample from the heated "TRUTH" debate in a courtroom featured in the film A FEW GOOD MEN. Why do you want this album? Because you want what every shock-industrial rock dj and shooting range enthusiast on the planet covets most which is the best in dance floor pounding music to spin as the world outside sinks into oblivion. Jett Black |
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| Hioctan have gathered together the elements of distorted male vocals, heavy industrial beats, clean, uncluttered melodies (mostly synth an keyboard supplied) and plenty of samples in the right places and produced a really good, enjoyable album, nothing groundbreaking, no boundaries are pushed, but that does nothing to detract from the listening experience. The tracks whilst seeming to be a great mix of pissed-off cynicism complement each other well in general style, even the one instrumental offering fits in with no trouble, though most have defining twists whether in melody or vocals, the most notable (o.k, and my favourites :-)) being: WYSIWYG - This is the pounding opening track that sets the tone for the rest of the album, one of the heaviest tracks after its short intro it would get me on the dance-floor with no problem whatsoever. Shine on Me - Another good track displaying the all round infectious quality of many of he songs, it's easy to find yourself singing along whilst listening. Torture - This is the Instrumental on the album. It is also the shortest but it works well with the album as a whole providing a nice musical interlude and some screamy-type samples at the beginning. Definitely one of my favourite tracks. Euthanasia - Fairly mellow compared to rest of tracks, but heartfelt and quite thought provoking. Someone Somewhere - Somehow the vocals managed to sound the least distorted, lending a softer, more sombre edge to the track which is probably the most wistful and least cynical on the album. All in all a very accessible, well put together album, I recommend a listen if you're partial to music in the vein of Neuroplague, Suicide Commando and :Wumpscut: amongst others. Hel 3/4 |
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| Por fin después de esperar un tiempo y oír su prometedora promo sacan su disco debut "Headscan", de la mano de Noitekk. Nombrar cualquier grupo de Noitekk es fusionar caña y agresividad, como reza el sello; "simbiosis os noise and terno", ya que el sonido de todos sus grupos es característico, y Hioctan no iba a ser menos. En esta ocasión Hioctan continua la saga de los grupos del sello, pero estos se tornan un poco mas oscuros, siguiendo la línea de grupos de antaño de dark body (estilo casi totalmente erradicado), también se aproximan un poco al sonido de Hocico por sus melodías, utilización de ritmos industriales especial mención el tema "Forceps delivery", la voz y algunos samples en español. El disco tiene una línea ascendente, de comienzo flojo en el que poco a poco consiguen entusiasmar, a partir del tema 7 "Eutanasia", donde comienzan a meterse en la agria esencia boby oscura de antaño.Tambien destacar la mas que aprobada versión de "someone somewhere" de los fabulosos The klinik. Sin duda alguna otra buena propuesta del sello Noitekk. |
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| Michael Senft ed il suo progetto Hioctan si dirigono e concentrano sul versante delle sonorità ebm-industrial più caustiche e provocatorie, proprie di illustri predecessori quali Klinik, Dive o Suicide Commando. L'autore si appoggia a strutture melodiche scarne ed essenziali, caratterizzate da tenebrose corrosioni digitali e penetranti sessioni ritmiche. La voce di Michael graffia e contamina attraverso precise intenzioni, ed attraverso le sue liriche, l'impegno di gettare l'attenzione sul tragitto, a volte incomprensibile, della società moderna. Una solida base ebm old-style abbraccia tutto l'album, ma il compositore non dimentica di dar spazio anche incursori floor-killer e atmosfere electrofetish facilmente ballabili. Per tali caratteristiche da segnalare su tutte "Bad Religion" e "Shine on Me". Velocità forsennate (i.e. "Alone" o "One Man") e violente asperità sintetiche (i.e. "Forceps Delivery") sono l'essenza del contenuto, un elogio particolare và sicuramente alla cover dell'indimenticabile "Someone Somewhere" dei Klinik. Iniezione letale di complotti industriali. (INDUSTRIAL - EBM) |
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| Feinkost aus dem Elektroregal. Hioctan waren bereits auf dem hochgelobten Sampler "Live Documents" neben Bands wie Terminal Choice, Dive, Synapscape vertreten. Das neue Album "Headscan", das seit dem 20. Juni bei Eurem Plattendealer erhältlich ist, ist ein eindrucksvolles 51minütiges Album. "Eine Prise Dirk Ivens, ein wenig Hocico und einen großen Löffel eigener Ideen" lässt ungefähr erahnen, welche kraftvollen, treibenden Beats diese Silberscheibe zu bieten hat. Dezent arrangierte Bassdrums und eingängige Melodien werden gekonnt mit Old Scool EBM-Einflüssen zu extrem tanzbaren Rhythmen kombiniert. Zum Dessert gibt es eine Coverversion von dem Dirk Ivens - Song "Someone somewhere" (Track 11). Die Band selber hat seit ihrer Gründung 1999 bereits im gleichen Jahr in Eigenregie ihre erste Platte "Der Weg zum Glück" aufgenommen. Eine weitere CD folgte 2001 mit dem Titel "The beginning of Headscan". Kontinuierlich absolvierte man Live-Auftritte. Das sich die Mühe und die Energie, die man in die Musik steckte lohnt, wurde durch den im Jahr 2002 unterschriebenen Plattenvertrag bei NoiTekk bestätigt. In bester elektronischer Gesellschaft von Grendel, Cyborg Attack und anderen wird es noch einiges an Schmankerln von Hioctan zu hören geben! (CD-Kritik von Ann Jeanette) |
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| More typical German/NoiTekk electro = gloomy atmospheres, fat programmings, and a taste for distorted, quasi-black metal vocals (see Tactical Sekt, Grendel etc.). 12 tracks, including the cover of "Someone Somewhere" by Klinik. This is not bad and it's not that good, the problem is that I find it more and more difficult to tell one project apart from the other in the flood of German electro acts. Again, I'd expect layout to be better, a record company should hire more talented artists. Review by: Eugenio Maggi |
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| Den Namen Hioctan sollten sich vor allem die Leute merken, die an tanzbaren EBM gefallen finden. Denn genau diese Hörerschaft bedient die Band Hioctan mit ihrer Musik. Zwar soll es Hioctan schon eine ganze weile geben, ich selbst muss aber gestehen, dass ich heute und hier das erste Mal etwas von dieser Band höre. Also lege ich mit großen Erwartungen den Longplayer (mit einer Laufzeit von gut 50 Minute) in meine Anlage und drücke Start. Schon nach den ersten Tönen ist mir klar, die CD hält das, was mir die CD Info versprochen hat (was ja nicht immer so sein muss!!!). So gibt es von Hioctan einige Songs zu hören die extrem tanzbar sind und über dezent arrangierte Bassdrums und eingängige Melodien verfügen. Das sind halt Songs die für die Tanzfläche gemacht wurden sind und nur ein Ziel haben, sich in deinen Gehörgängen zu manifestieren. Aber es gibt auf "Headscan" noch viel mehr zu entdecken, so gibt es nämlich auch einige Stücke, die nicht so tanzbar gestaltet sind und ehr eine apokalyptisch - bedrohliche Atmosphäre ausstrahlen. Genau diese Mischung aus tanzbaren und düsteren Songs macht mir diese CD von Hioctan so sympathisch. Es ist einfach ein abwechslungsreiches und geniales Album geworden, was uns hier Mastermind Michael Senft präsentiert. Bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass Hioctan in naher Zukunft mal öfters Live zu sehen sein wird, um auch die Live Qualitäten der Band kennen zu lernen. Fazit: Bei den Fans von (Old School) EBM wird dies CD wie eine Bombe einschlagen. "Headscan" ist ein wirklicher Leckerbissen in Sachen brachialer Elektro-Musik. Michael Strohschein |
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| Hioctan lijkt qua naam niet alleen een beetje op Hocico, maar de muziek lijkt al helemaal uit hetzelfde nest te komen. Daarmee is direct het grootste probleem aangegeven wat betreft "Headscan". Het ontbreekt de muziek van Michael Senft aan een eigen gezicht. Daarnaast moet gezegd worden dat de muziek wel net zo geïnspireerd klinkt als zijn grote voorbeeld en eigenlijk laat het een betere indruk achter dan wat Dulce Liquido [de omgekeerde versie van Hocico] live laat zien. Toch heeft Hocico een voorsprong als het gaat om het schrijven van aanstekelijke en dansbare dark electro. Hioctan heeft muzikaal niet dezelfde impact en de nummers blijven niet in je hoofd hangen. Wel bewijst Michael een goede stand-in te kunnen zijn als zanger van Hocico. Conclusie is dat voor liefhebbers van het genre Hioctan een aardig alternatief is. Niet meer, niet minder? Beautevil |
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| - Eine hohe Oktanzahl ist ein Indiz für die Klopffestigkeit und damit die Zündeigenschaften von Kraftstoffen - Hioctan ist ein auditiver Kraftstoff der ganz besonders zündend für massiven Vortrieb sorgt. Hioctan, das ist Michael Senft aus Rostock, der sein musikalisches Schaffen vor allem von Leaetherstrip, Hocico und Suicide Commando beeinflusst sieht. Mit Hioctan schickt er sich an, in die Fußstapfen seiner Vorbilder zu treten. Das Vorhaben gelingt, wenngleich ausgetretene Pfade bewusst gemieden werden. Statt schlicht und einfach die Klangstrukturen der Vorbilder zu kopieren, braut sich Hioctan ein ganz persönliches musikalisches Kraftstoffgemisch zusammen. Und damit sorgt er für Bewegung! Langsam macht er dabei nicht. "Hier ist die Energie!" könnte das hochoktanige Motto lauten, denn vom Opener "WYSIWYG" (Abk. für "What You See is What You Get) bis zum Ende mit "Forceps Delivery" gestaltet sich jeder Track brachial und tanzbar. Ob dafür krachiges Tempo angelegt wird, wie beim Titeltrack "Headscan", oder furchteinflösende Midtempo-Parallaxen von "Euthanasia" aus den Boxen kriechen, jedes Stück hämmert und prescht so gnadenlos nach vorne, dass es eine wahre Freude ist. Dabei wirkt glücklicherweise nichts albern oder viel zu einfach gestrickt, ein Manko mit dem sich Dark Electro-Bands im Jahre 2003 leider viel zu oft konfrontiert sehen. Hioctan sticht angenehm heraus und beweisst, dass man auch in diesem Genre noch Musik abliefern kann die nicht wie gerade dem Baukasten entnommen klingt. Für Fans von krachigem Electro im Stile der eingangs erwähnten Vorbilder des Künstlers ist auf diesem Scheibchen wirklich alles super. Die Platte kann rotieren und rotieren und wird nicht langweilig, kein Song ist fehl am Platze, alles macht Spaß und geht nach vorne. Hier ist Hioctan, hier tanken sie auf. Doppeldaumen nach oben für dieses wirklich fette Debutalbum! Niels Menke |
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| Hioctan are the latest in the long line of 'German shouty bands' and given their name this is appropriately explosive music. Hioctan keep the old EBM styles alive with typical harsh vocals and older style rhythms (no techno/trance influences here) whilst adding a darkly melodic element that seems to be the staple fair of most Noitekk artists. Titles such as "Torture", "Euthanasia", "Bad Religion" and "Forceps Delivery" (a surprisingly bright number given the title!) give you an idea of Hioctan's lyrical concerns, dealing with many darker subjects although "Mediagenic" has a few good pointd to make about media manipulation. The voice samples that crop up regularly (another EBM staple, of course!) add to the mood, including Jack Nicholson and Tom Cruise from the film "A Few Good Men" on the title track (the famous "You can't handle the truth" line-I'm sure they'd be chuffed about that if they ever found out!). "Shine On Me" reminds me slightly of a horror film soundtrack and it's this evocative nature that is the album's strong point; if there is a weak point it's the lack of variety. Once established this style is largely stuck to throughout with only a few minor differences in tempo, such as the regimented military percussion of the cover of The Klinik's "Someone Somewhere" being immediately memorable. It may well be that Hioctan will develop like Funker Vogt have, where none of their albums sound radically different from each other but always knowing how to stop the formula getting stale, this debut proves that this is a possibility. For now, though, these tracks are of high enough quality to come under the 'good solid album' heading which means that even if there are no tracks here that really stand out ("WYSISYG" might be a contender but I'm convinced that's only because it opens the album!) it also means that there are no bad moments either. RATING: 8 |
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| Das Projekt ist keine Unbekannte mehr. Was Hioctan anpackt, hat Qualität und Format. Und mit dem Album "Headscan" wird deutlich, welche Vorbilder diese Gruppe hat. "Someone Somewhere" ist eine gelungene Adaption des Dive Klassikers - und gleichzeitig richtungweisend, welche Schule Hioctan vertreten. Treibende Bässe setzen den Körper unter Hochspannung, gelungene und gut arrangierte Melodien regen zum Tanzen an und der verzerrte Gesang bringt die richtige Portion Wut zum Ausdruck. Das Ergebnis entspricht ihrem Bandnamen. Hioctan kommt aus der Chemie und bedeutet soviel wie hohe Klopffestigkeit. Und das hat diese Gruppe sehr gut unter Beweis gestellt. Auf "Headscan" geht es ab. Und nicht nur musikalisch, sondern auch textlich. Probleme unserer Gesellschaft in der heutigen Zeit werden schonungslos aufgedeckt und regen den Hörer zum Nachdenken an. Was das Projekt hier auf die Beine gebracht hat, lässt sich sehen. Ein schönes Stück Harsh Electro ganz im Stile von Suicide Commando oder Dive, ohne aber als Plagiat beschimpft werden zu müssen. Super! Wertung: 5,5 von 6 (verfasst von Nuuc) |